Sternstunden mit Anne Stern. Im vollbesetzten Theatersaal des Neuen CAPITOLS in Bad Berleburg begeisterte die Bestsellerautorin Anne Stern das Publikum mit einer Lesung aus ihrem Roman „Lindy Girls“. Eingeladen hatte Monika Schröder, Inhaberin der Berleburger Buchhandlung.

„Ich bin überwältigt – nicht nur von dem großen Besucherinteresse, sondern auch vom Neuen CAPITOL als Veranstaltungsort“, betonte die Autorin, bevor sie das Publikum in das Berlin der 1920er Jahre entführte. Im Mittelpunkt ihres Romans „Lindy Girls“ steht eine achtköpfige Mädchentanzgruppe, die in den großen Showpalästen der Hauptstadt Karriere macht.

Es ist eine Zeit des gesellschaftlichen Aufbruchs. „Die Menschen legen den kleinbürgerlichen Muff des deutschen Kaiserreiches ab und genießen ihre Freiheit“, sagt Anne Stern. Das gilt insbesondere für das Gesellschaftsbild der Frauen, das in der Zeit der Weimarer Republik einen radikalen Wandel erlebte: Wahlrecht, freie Berufswahl oder der Zugang zu Universitäten.

Die Autorin fesselte ihr Publikum nicht nur mit Passagen aus ihrem Roman, sondern erzählte von ihrer Arbeit als Autorin, ihren Recherchen für ihre Bücher. Im Anschluss an die Lesung signierte Anne Stern ihre Bücher und stand für das ein oder andere Gespräch zur Verfügung.

Kulinarisch versorgt wurden die Gäste vom Serviceteam des Restaurants, für einen reibungslosen technischen Ablauf sorgte Kino-Chef Kai Winterhoff.

45 Jahre nach dem Zusammenbruch der modernen Zivilisation: Die junge Furiosa, bekannt aus “Mad Max: Fury Road”, wird aus ihrer Heimat, einer grünen Oase inmitten des kargen
Ödlands, von einer barbarischen Bikergang entführt. “Furiosa: A Mad Max Saga“ erzählt die Geschichte, wie die Protagonistin alles versucht, um nach Hause zurückzukehren.
Glücklicherweise bleibt Regisseur George Miller den Elementen treu, die seine Vorgängerfilme so beliebt machten. Auch im neuesten Werk setzt er auf schwere Gefährte,
dystopische Kostüme sowie kinowürdige Bilder. Charakteristisch für Miller sind dabei die Luftaufnahmen der Konvois mit beeindruckenden Kampfszenen, die begeistern und
ihresgleichen im Actiongenre suchen.

Was “Furiosa” jedoch besser macht als “Fury Road”, ist die Story. Der neueste Film erzählt episodisch das Erwachsenwerden der kämpferischen Hauptdarstellerin, während “Fury
Road” sich auf eine deutlich kürzere Zeitspanne beschränkte. Dies ermöglicht den Zuschauern, mehr über die Wirkweise der postapokalyptischen Welt zu erfahren. Es werden
zudem neue Charaktere eingeführt, wie der Anführer der Bikergang, Dementus (Chris Hemsworth). Dementus bringt durch seine durchgedrehte Art ungewohnt humoristische
Elemente in den Film, was von den meisten Zuschauern aber sehr gut aufgenommen wurde. Auch, dass die junge Furiosa von Anya Taylor-Joy gespielt wird, erweist sich als gute Wahl.
Taylor-Joy zeigt dem Publikum nicht nur eine taffe Heldin, sondern verkörpert auch gleichzeitig auf großartige Weise eine verletzliche junge Frau.

Doch bei aller Liebe für glänzende Hightech-Trucks: “Furiosa” demonstriert eindrucksvoll, wie wichtig es ist, unseren Fokus statt auf Kampf und Hass auf Zusammenarbeit und
Ressourcenschutz zu legen. Denn durch den total Overkill im Film wird klar, welche Verschwendung Flammenwerfer und Kriegsartillerie in Zeiten von Rohstoffknappheit sind.
Ab 16 Jahren kann “Furiosa: A Mad Max Saga” in der kommenden Kinowoche im Residenz Kino Bad Laasphe am Donnerstag, Freitag, Montag und Mittwoch um 19:15 Uhr sowie am
Samstag und Sonntag um 19:45 Uhr angesehen werden. Aber auch die Berleburger Kinofans müssen nicht enttäuscht sein: Voraussichtlich wird Millers Endzeitepos auch dort in
der Woche danach im Neuen CAPITOL laufen.

Der Kult-Kater ist zurück! Im neuesten Film über Garfield erfahren wir endlich mehr über seine Herkunft und wie er zu Jon Arbuckle kam. Mit Veröffentlichungen der Comics von
Zeichner Jim Davis in über 2500 Zeitungen ist es kein Wunder, dass Garfield bereits mehrere Verfilmungen erlebt hat. Doch diese Komödie von Regisseur Mark Dindal übertrifft
ihre Vorgänger und ist wohl der beste Garfield-Film bisher.

Was „Garfield – Eine Extra Portion Abenteuer“ so besonders macht, ist unter anderem der schöne Animationsstil. Im Gegensatz zu früheren Verfilmungen, die echte Schauspieler mit
animierten Tieren kombinierten, setzt dieser Streifen konsequent auf farbenfrohe und lebendige Animation. Diese durchzieht den gesamten Film und ermöglicht mehr Action.
Denn obwohl Faulpelz Garfield (Hape Kerkeling) “Action” im Alltag wohl eher ein Fremdwort ist, wird er von der Katze Jinx (Anke Engelke) gemeinsam mit seinem eigentlich
verschollenen Vater Vic (Engelbert von Nordhausen) auf eine abenteuerliche Mission geschickt. Dafür muss er Jon, Catflix und seine heiß geliebte Lasagne zurücklassen und
sich dem ein oder anderen Stunt stellen.

Mit Blick auf die Synchronsprecher lässt sich auch erkennen: In die Stimmen ist viel Arbeit hineingeflossen. Und das gilt nicht nur für eine hochkarätige Besetzung, die eine Mischung
aus Comedy-Legenden wie Kerkeling oder Engelke und dem jüngeren Publikum gut bekannten Online-Persönlichkeiten wie AnniTheDuck oder Aurel Mertz ist. Denn einige Tiere
im Film sprechen auch mit leichtem Dialekt, was ganz eindeutig zur Unterhaltung beiträgt.

Zweifellos sorgen Garfield und seine Gefährten für viele Lacher, doch inhaltlich gibt es kleine Schwächen. Der Plot wirkt etwas konstruiert und klare Botschaften sind schwer
auszumachen. Trotzdem lohnt es sich für die ganze Familie, den Film anzusehen. Denn die klassischen Garfield-Pointen kommen vor allem am Anfang nicht zu kurz und auch der
niedliche Baby-Garfield ist sehr sehenswert.

Mit einer FSK 0 – Freigabe kann “Garfield – eine extra Portion Abenteuer” von allen Altersgruppen im Neuen CAPITOL am Donnerstag und Freitag um 16:00 und 19:15 Uhr, am
Samstag um 13:30 Uhr, am Sonntag um 15:00 und 19:15 Uhr und Montag bis Mittwoch um 19:15 Uhr angesehen werden. Im Residenz Kino Bad Laasphe läuft der Film unter der
Woche um 16:00 Uhr und am Samstag und Sonntag um 14:15 und 16:45 Uhr.

Dramen über die Liebe – da scheiden sich die Geister. Oft kommen sie etwas zu sentimental daher, doch nicht „Die Herrlichkeit des Lebens“. Der Film überrascht angenehm mit einer melancholischen, aber dennoch berührenden Darstellung der Romanze zwischen Franz Kafka (Sabin Tambrea) und Dora Diamant (Henriette Confurius) in seinem letzten Lebensjahr. Basierend auf dem Buch von Michael Kumpfmüller entführt uns dieser Film in eine Welt voller Schönheit, fernab von kafkaesken Elementen.

Die Regisseure Georg Maas und Judith Kaufmann verzichten bewusst auf die düsteren und bedrohlichen Atmosphären, die man aus Kafkas Werken kennt. Stattdessen konzentrieren sie sich auf die Erkundung der Freude an den kleinen Dingen des Lebens, die Kafka durch die lebensfrohe Dora entdeckt – sei es ein Spaziergang am Ostseestrand oder die Freude eines Kindes, dem eine Geschichte erzählt wird. Die aufkeimende Liebe zwischen den beiden wird einfühlsam dargestellt, während sie sich gegenseitig durch den harten Berliner Winter helfen, der auf Kafkas Entscheidung folgt, seine strenge Familie trotz einer Erkrankung mit Lungentuberkulose zu verlassen und zu Dora zu ziehen.

Besonders beeindruckend sind die schauspielerischen Leistungen von Sabin Tambrea und Henriette Confurius, die ihre Rollen authentisch verkörpern und das Publikum mit ihrer Chemie fesseln. Durch geschickt inszenierte Rückblenden gelingt es auch den Regisseuren, einen Funken Hoffnung in die Handlung zu bringen, der ausreicht, um die Charaktere durch die raue Realität zu tragen.

100 Jahre nach Kafkas Tod wirft „Die Herrlichkeit des Lebens“ ein neues Licht auf den weltbekannten Autor, der die Schönheit des Lebens erkannt hat und entschlossen ist, sich darauf zu konzentrieren. Diese lebensbejahende Botschaft berührt zutiefst und lässt einen mit Kafka mitfühlen, wenn er in seinem Tagebuch von 1921 schreibt: „Im Kino gewesen. Geweint.“

„Die Herrlichkeit des Lebens“ kann ab sechs Jahren am Donnerstag, Sonntag und Dienstag um jeweils 19:30 Uhr im Neuen CAPITOL gesehen werden.

Rechtzeitig zu den Osterferien erobert der vierte Teil der Kung Fu Panda-Reihe von Regisseur Mike Mitchell die Kinos von Wittgenstein und verspricht, sowohl alte Fans als
auch neue Zuschauer zu begeistern. Ich muss gestehen, dass ich seit dem ersten Teil der animierten Action-Komödie im Jahr 2008 keinen weiteren Teil mehr gesehen habe. Dennoch
gelang es dem neuesten Film durch seinen Charme und Humor, mich zu überzeugen. Eine gute Nachricht für alle, die wie ich nicht alle vorherigen Filme verfolgt haben: Der Einstieg ist
einfach, die Exposition jedoch vielversprechend für eine actiongeladene Handlung. Der Pandabär Po, gesprochen von Hape Kerkeling, begibt sich auf ein letztes Abenteuer als
Drachenkrieger, um das Tal des Friedens vor einer bösen Zauberin zu schützen – obwohl er eigentlich dazu bestimmt ist, der spirituelle Anführer des Tals zu werden, wofür er sich
jedoch noch nicht vollständig bereit fühlt. Doch ungeachtet dessen, ob Po sich bereit fühlt oder nicht, geht es immer schnell weiter. Intensive Kampfszenen werden von rasanten
Verfolgungsjagden durch die Stadt Juniper City abgelöst, was für manche vielleicht zu schnell erscheinen mag, jedoch auf keinen Fall langweilig wird. Die jungen Zuschauer im
Saal wirkten begeistert von den witzigen Details, wie den teils blutrünstigen, aber doch süßen Gangster-Kaninchen und der temporeichen Erzählweise.

Neben der spannend animierten Action enthält Kung Fu Panda 4 auch einige herzerwärmende Botschaften, die auf natürliche Weise in die Handlung eingeflochten
werden. Po hat beispielsweise neben seinem biologischen Vater Li auch einen gefiederten Adoptivvater, Gans Ping. Ohne den Zusammenhalt und die familiäre Bande der beiden sähe
es selbst für den Drachenkrieger Po manchmal düster aus. Aufgrund dieser tollen Botschaften und des sympathischen Hauptcharakters ist Kung Fu Panda 4 ein Film, den die
ganze Familie gemeinsam genießen kann.

Kung Fu Panda 4 kann ab sechs Jahren im neuen CAPITOL gesehen werden am Donnerstag und Freitag um 16:30 Uhr, am Samstag und Sonntag um 15:30 Uhr sowie Montag bis Mittwoch um 19:00 Uhr. Im Residenz Kino Bad Laasphe läuft der Film Donnerstag und Freitag um 16:45 Uhr und am Samstag und Sonntag um 13:45 Uhr.

Filme sind nicht nur seine Leidenschaft, sondern auch sein Beruf – Kai Winterhoff lebt seinen Traum. Als Inhaber des Residenz Kinos in Bad Laasphe und Betreiber des Neuen CAPITOLS in Bad Berleburg bringt er ein Stück der weiten Welt des Films nach Wittgenstein. 100 Tage nach Eröffnung des Neuen CAPITOLS spricht der 33-Jährige im Interview mit Maja Linde über seine Berufung, seine Motivation das neue Kinokonzept. 

 

100 Tage Kino im Neuen CAPITOL – Ein Resümee 

Alles begann mit einer Anfrage der Familie Kocherscheidt an Kai Winterhoff zum Thema Kinoleitung mit all ihren technischen und organisatorischen Aspekten. Aus dieser anfänglich unverbindlichen Anfrage entwickelte sich schnell mehr. „Wir mussten natürlich bei null anfangen“, erklärt Winterhoff und betont dabei, dass er dennoch im Großen und Ganzen zufrieden mit dem bisherigen Stand des Neuen CAPITOLS ist. Ein Neuanfang bedeutet hier, ein komplett neues Konzept zu entwickeln – von der Einführung neuer Ticketsysteme bis zur Schulung des Thekenpersonals und der Anpassung an die neue Zielgruppe. Doch die eine Zielgruppe gibt es gar nicht. Auf dem Land kann man sich seine Zielgruppe nicht aussuchen, daher ist im Neuen CAPITOL immer für jeden etwas dabei.  

Ein deutlicher Schwerpunkt liegt jedoch im Bereich des Arthouse-Films, der im Neuen CAPITOL stärker vertreten ist als in Bad Laasphe. Dieser Unterschied ist auch unter anderem auf den Wunsch der Inhaberfamilie Kocherscheidt zurückzuführen. Somit läuft in Bad Berleburg jeden Abend ein Arthouse-Film, während es in Bad Laasphe eher einmal pro Woche der Fall ist. Arthouse-Filme haben häufig anders als Filme der großen Studios einen verstärkt kulturellen Hintergrund. Überhaupt, Kultur spielt im Neuen CAPITOL eine wichtige Rolle, was auch in der engen Zusammenarbeit mit der Kulturgemeinde Bad Berleburg begründet ist. Winterhoff freut sich jedoch über jeden einzelnen Besucher. „Es ist eine bedeutende Chance für die Region, dass wir jetzt wieder auch ein zweites Kino in Wittgenstein haben. Ich hoffe, es wird gut angenommen und besucht, denn so etwas ist nicht selbstverständlich.“ Darüber hinaus bietet das Neue CAPITOL die Möglichkeit, sich vor oder nach dem Kinobesuch im Restaurant kulinarisch verwöhnen zu lassen. Winterhoff sieht hier auch für die Zukunft noch interessante Gelegenheiten, insbesondere im Hinblick auf Veranstaltungen wie Previews oder lokale Filmscreenings.

 

Kino in Zeiten des Streamings – lohnt es sich überhaupt noch? 

Auf die Frage, ob sich Kino in Zeiten des Streamings überhaupt noch lohnt, hat Winterhoff eine klare Antwort: „Kino bietet einfach ein ganz anderes Erlebnis. Man kann sich voll und ganz auf den Film einlassen und genießt den herausragenden Sound und die große Leinwand – etwas, das Netflix nicht bieten kann.“ 

 

Ein Leben für die große Leinwand – Kai Winterhoff 

„Die Leitung eines Kinos hat sich für mich eigentlich eher zufällig ergeben“, erklärt Kai Winterhoff. Nach dem Schulabschluss hat er sich zunächst orientiert – mit Aushilfstätigkeiten bei EJOT und im Bundesfreiwilligendienst – und sich dann für eine Ausbildung zum Bürokaufmann im Residenz Kino Bad Laasphe entschieden. Ursprünglich plante er, die mit Ausbildungsende erworbene Fachhochschulreife zum Studium zu nutzen, jedoch wurde Winterhoff bereits während seiner Ausbildung vom damaligen Betreiber angeboten, das Residenz zu übernehmen. Direkt nach Abschluss seiner Ausbildung übernahm er dann 2016 auch die Leitung des Kinos. „Natürlich habe ich mir Gedanken gemacht, vor allem über die Arbeitsbelastung, die mit der Selbstständigkeit einhergeht. Aber das Wichtigste ist ja, dass man Spaß an seinem Job hat.“ Trotz seiner beruflichen Verpflichtungen nimmt sich Winterhoff regelmäßig Zeit für Familie und seine wichtigsten Hobbys, wie beispielsweise die Lokalpolitik in Bad Laasphe. Besonders schön an seinem Beruf findet Winterhoff, dass Kino Menschen berühren kann. Er freut sich, wenn sich Menschen an ihren allerersten Kinofilm erinnern können oder wenn er sieht, dass jemand so von einem Film berührt ist, dass er den Kinosaal mit einem Taschentuch 

in der Hand verlässt. Er betrachtet das Kino auch als einen wichtigen Ort, um dem Alltag zu entfliehen und sich auf etwas Neues einzulassen. 

Einen Lieblingsfilm hat Kai Winterhoff allerdings nicht. Eigentlich schaut er alles gerne, außer die meisten Horrorfilme. Diese Vielfalt betrachtet er als eine wichtige Eigenschaft für einen Kinobetreiber, da er so nicht auf ein bestimmtes Genre festgelegt ist oder voreingenommen handelt. Besonders bewegend findet Winterhoff Filme mit herausragenden Geschichten oder basierend auf wahren Begebenheiten. „Ich mag es, wenn man spürt, dass ein Film etwas mit einem macht.“ Er schaut sich stets die neuesten Bundesstarts an und sorgt dafür, dass in den Kinos in Wittgenstein immer interessante Filme laufen. Dabei lässt er sich gerne von der Meinung von Experten beeinflussen und hört beispielsweise oft Filmpodcasts. Für das Jahr 2024 freut er sich besonders auf den Oscargewinner-Film „The Zone of Interest“ oder Disneys „Mufasa“, der ein großes Publikum anziehen wird. Außerdem ist er gespannt auf „Gladiator 2“, die Fortsetzung des erfolgreichen Films aus dem Jahr 2000. „Es gibt viele vielversprechende Filme dieses Jahr“, so der Ausblick des 33-Jährigen. 

Und was Filmsnacks angeht? Obwohl gelegentlich die Nachfrage nach salzigem Popcorn kommt, ist Winterhoff definitiv im Team süßes Popcorn. Das findet er sogar noch besser als Nachos. 

„Naturfotografie von winzig bis wild.“ Das ist das Thema eines Vortrags mit faszinierenden Fotos, den Dr. Wilfried Pinzl am Donnerstag, 25. April 2024, um 19.00 Uhr im Saal des neuen CAPITOLS in Bad Berleburg hält. Der Eintritt kostet 10 Euro. Karten gibt es ab sofort im Vorverkauf an der Kinokasse im Neuen CAPITOL. Die Zahl der Plätze ist begrenzt.

Bis zum Jahr 2021 war Wilfried Pinzl Geschäftsführer am EJOT-Standort in Tambach-Dietharz in Thüringen. Seit Eintritt in den Ruhestand ist der 68-Jährige in beratender Funktion für EJOT tätig.

Seine große Leidenschaft ist die Naturfotografie. Schon als Kind wurde das Interesse an Fotografie geweckt, das ihn bis heute nicht mehr loslässt. Über Jahrzehnte hat sich Wilfried Pinzl ein professionelles Equipment zugelegt, mit dem er als Naturfotograf nicht nur in seiner Heimat in Thüringen unterwegs ist, sondern auch auf fernen Kontinenten.

Jahrelang hat Wilfried Pinzl an einem See in Thüringen eine Schwanenfamilie fotografisch beobachtet: „Ich habe mich mit der Schwanenfamilie ‘angefreundet‘ und diese über mehrere Jahre bei der Aufzucht des Nachwuchses beobachtet“, berichtet Pinzl. „Wer lange ein Tier studieren kann, kommt unweigerlich zu faszinierenden Bildern.“

Seine besondere Passion ist die Makrofotografie. Neben der unerschöpflichen Vielfalt an interessanten Objekten in der Makrosphäre, bietet die Makrofotografie wie kein anderes Gebiet ideale Voraussetzungen, sich mit Geduld und Kreativität einem Thema zu nähern und aus dem Zusammenspiel von Formen, Strukturen und Details ein individuelles Bild, eine eigene Komposition zu gestalten.

In seinem Vortrag nimmt Wilfried Pinzl die Besucherinnen und Besucher mit auf eine Reise in die Welt des Winzigen, der Insekten, Blümchen und kleinen Lebewesen. Es folgt ein längerer Zwischenstopp bei den Akrobaten der Lüfte, den Vögeln, und lassen uns inspirieren von deren Geschicklichkeit und Schönheit. Das Finale wird wild, so wild, wie deren Hauptdarsteller aus fernen Ländern, den Elefanten, Löwen und Tigern.

 

Info:

  • Im Jahr 2020 ist Wilfried Pinzl auf spiegellose digitale Fotografie umgestiegen. Derzeit benutze er die Canon EOS R5 fürs Feine und EOS R3 fürs Schnelle.
  • Seine Lieblingsobjektive sind das EF 200-400mm f/4L IS USM Extender 1.4x, das RF 24-70 f/2,8 L USM und das RF 100 f/2,8.
  • Seit 2021 ist Wilfried Pinzl Vollmitglied der Gesellschaft für Naturfotografie e.V. (GDT).

Regionalität, Frische, Qualität. Das sind für Küchenmeister Norman Pontzen die Kriterien für seine Speisekarte. „Die Speisekarte ist unsere Visitenkarte.“ Handverlesen sind die Gerichte, egal ob als Vorfilm, Einspieler, Hauptfilm oder Abspann – Auch im Restaurant ist das Kino nicht weit. 

„Wir haben keine Massenabfertigung, das gilt auch für die Speisekarte“, sagt Pontzen. Qualität geht im Neuen CAPITOL eindeutig vor Quantität. „Dafür bieten wir vier bis fünf Mal Im Jahr eine komplett neue Speisekarte, was auch saisonalen Gesichtspunkten geschuldet ist.“ Die Einflüsse auf die Auswahl der Gerichte sind unterschiedlich. In der aktuellen Karte mal etwas asiatisch, gern auch französisch oder deutsche Küche.  

Gleich beim Einspieler eine kleine, kulinarische Besonderheit, die nach Bad Berleburg passt: Das gebackene Landei, das dem goldenen Ei nachempfunden ist. Wir kennen sie alle, die Skulptur oberhalb von Bad Berleburg, die es ja bekanntlich auch in Miniatur als Schokoladen-Nascherei gibt. „Das goldene Ei ist in Bad Berleburg in aller Munde“, sagt Norman Pontzen und lacht. Im Restaurant Neues CAPITOL mit Kräuterdip, etwas geräuchertem Schinken und Hausbrot, das jeden Tag frisch gebacken wird. Eine schöne Idee. 

Im Hauptfilm konkurrieren die „Blockbuster“: Lachsravioli. Senf-Makrele, Blockbuster Burger, Crepinette von der Wachtelbrust, Geschmorter Wagyu Ochse oder Kalbsragout, das Lieblingsgericht von Restaurantleiterin Isabel Pontzen. Die Beilagen variieren, je nach Saison. 

Beim Abspann ist noch lange nicht alles vorbei, hier läuft das Küchenteam noch einmal zu Hochform auf: Variation von der Blaubeere mit Popcorn-Eis. Auch hier ist das Kino nicht weit. 

Wo bleibt der Spargel? „Spargelbuffet machen wir nicht.“ Aber, so Norman Pontzen, weißen und grünen Spargel kombinieren wir passend mit unseren Gerichten auf der Karte und den Tagesgerichten, die wir wöchentlich zusätzlich anbieten. Auch das ist wichtig: „Vegetarische und vegane Gerichte haben wir im Blick und können auf Wunsch jederzeit zusammengestellt werden.“

„Wer es ernst meint mit korrekter Nachhaltigkeit, kommt an Euro-Toques nicht vorbei, denn noch immer stehen die Köche im Mittelpunkt, wenn es um ökologisch einwandfreie Zubereitung von Lebensmitteln geht“, sagt Eckart Witzigmann, der vom Restaurantführer Gault & Millau“ zum Koch des Jahrhunderts gekürt wurde. Witzigmann hat „Euro-Toques Deutschland“ im Jahr 1986 gegründet.

Auch Norman Pontzen, Küchenmeister im Restaurant Neues CAPITOL, ist Mitglied bei Euro-Toques und vertritt die Philosophie: „Ziel ist es, die traditionellen, handwerklichen Lebensmittelproduzenten zu unterstützen, Qualitätserzeugnisse zu fördern, die kulinarischen Traditionen Europas zu erhalten und den verantwortlichen Umgang mit Lebensmitteln durch die Köche zu gewährleisten.“ Jeder Euro-Toques-Chefkoch verpflichtet den umfangreichen Ehrenkodex von Artikel 1 bis Artikel 15 einzuhalten.

Die Aktivitäten von Euro-Toques Deutschland sind vielfältig: Aufklärung über nicht industriell gefertigte Lebensmittel, Förderung gesunder Ernährung, Geschmacksschulung für Kinder und Jugendliche, Förderung von Aus- und Weiterbildung in Zusammenarbeit mit Fachinstituten und –schulen bis hin zu Nachwuchswettbewerben.

Mehr zu Euro-Toques Deutschland e.V. im Internet unter www.eurotoques-deutschland.de

Seit einem Jahr leitet der Küchenmeister das Restaurant Neues CAPITOL in Bad Berleburg. Zur Seite steht ihm seine Ehefrau Isabel, die sich als gelernte Hotelfachfrau um den Service sowie das Management kümmert – seit August 2023 auch um das Hotel mit zehn Zimmern und zwei Suiten im zweiten Stock des CAPITOLS.

Seine Qualitäts-Philosophie setzt Norman Pontzen kompromisslos um: „Gesund und Regional, keine Geschmacksverstärker, frische Zubereitung – das ist für mich kein Trend, sondern völlig normal“, sagt der 49-Jährige.

Soweit es möglich ist, kommen die Zutaten aus der Region: Fleisch vom Wagyu-Ochsen, der seine Weide im Nachbardorf Wemlighausen hat, das Wild aus Wittgensteiner Wäldern, die Pilze ebenfalls, der Kaffee wird von der Rösterei Langen in Medebach geliefert. Die Speisekarte ist klein, in der Auswahl ausgewogen mit vegetarischen und veganen Gerichten. Dazu mindestens ein Tagesspecial an jedem Wochenende. Neugeschrieben wird die Speisekarte bis zu fünf Mal im Jahr.

Im Interview erzählen Isabel und Norman Pontzen über ihren beruflichen Weg, was sie antreibt, den Anspruch gegenüber den Gästen und verraten ihr schönstes kulinarisches Erlebnis.

Herr Pontzen, wann haben Sie entschieden Koch zu werden? 
Mit neun Jahren, inspiriert vom elterlichen Betrieb im Harz.

Was waren später Ihre Stationen? 
Norman Pontzen: Die Kochlehre habe ich in Braunlage im Harz absolviert. Dort bin ich geblieben und habe mich bis zum Küchenchef hochgearbeitet, bevor ich 2001 zu Hapimag nach Winterberg gewechselt bin. Dort war ich ab 2002 Küchenchef und ab 2004 zusätzlich auch F & B-Manager. Im Unternehmen Hapimag haben ich an unterschiedlichen Regionen und Ländern gekocht, u.a. Nordsee , Ostsee, Schwarzwald, Österreich, Schweiz, Türkei

Wie war das bei Ihnen, Frau Pontzen? 
Isabel Pontzen: Ganz ähnlich. Meine Eltern haben beide in der Gastronomie gearbeitet. Ich war als kleines Kind sehr oft mit dabei. Später habe ich dann eine Ausbildung zur Hotelfachfrau absolviert.

Wie sind Sie auf das Neue CAPITOL in Bad Berleburg aufmerksam geworden?
Isabel Pontzen: Das war eher ein Zufall. Nach 20 Jahren in Winterberg waren wir auf dem Sprung zu einem neuen Arbeitgeber, als die Krombacher Brauerei anfragte und uns das Projekt Neues CAPITOL vorgestellt hat. Dann nahm alles seinen Lauf und wir sind hier.

Was hat für Sie den Ausschlag gegeben, die Leitung des Neuen CAPITOLS zu übernehmen? 
Isabel Pontzen: Das Projekt mit Kino, Hotel und Restaurant in einem Haus ist einzigartig und existiert nur ein oder zwei Mal in Deutschland. Für uns war das eine Chance, etwas Besonderes aufzubauen. Ein Glück dabei, dass ein Teil unseres Teams mit uns nach Bad Berleburg gewechselt ist. Dafür sind wir sehr dankbar.

Ein Jahr nach Eröffnung des Restaurants im März 2023 loben die Gäste Qualität, Frische und saisonale Zusammensetzung der Gerichte. Was macht Ihren Stil aus? 
Norman Pontzen: Die vielen positiven Rückmeldungen freuen uns sehr und sind eine Bestätigung unserer Arbeit. Dahinter steht für uns ein höchster Qualitätsanspruch an unsere tägliche Arbeit.

Können Sie uns das etwas genauer beschreiben? 
Norman Pontzen: Die Auswahl saisonaler, fairer Produkte, die auch aus der Region kommen sollten – soweit das möglich ist. Das beginnt bei Fleisch und Wild und hört beim Frühstücksei auf. Jedes Gericht wird mit den Zutaten frisch zubereitet, jeden Tag. Das ist im vollbesetzten Restaurant herausfordernd für das Küchenteam. Denn das Essen sollte perfekt sein und dem Gast in einem akzeptablen Zeitfenster serviert werden.

Das ist alles andere als eine Massenproduktion? 
Norman Pontzen: Das ist so, das ist unser Anspruch. Deshalb sind wir dankbar, wenn Gruppen ab zehn Personen nicht nur im Voraus reservieren, sondern nach dem Blick in die Speisekarte auch im Voraus ihre Gerichte aussuchen. Das gibt uns die Möglichkeit der optimalen Vorbereitung.

Wenn Sie die Gerichte auf den Tellern anrichten, sind das häufig kleine Kunstwerke. Das Auge isst mit? 
Norman Pontzen: Ganz sicher. Wir legen das Essen nicht nur einfach auf den Teller. Essen gehen sollte ein kleines Erlebnis sein, dazu zählt auch die Optik eines Produktes – mit Liebe gekocht und angerichtet.

Haben Sie ein Lieblingsessen? 
Norman Pontzen: Eigentlich nicht. Im Sommer eher leicht, im Winter liebe ich Geschmortes, Kohl aller Art, Ente.
Isabel Pontzen: Rahmgeschnetzeltes mit Champignons, Rösti und Salat.

Ihr Lieblingswein? 
Norman Pontzen: Riesling, Grauburgunder. Derzeit ein Riesling des Weingutes Joseph Spreitzer aus dem Rheingau.
Isabel Pontzen: Gern lieblich, Süßweine.

Was war oder ist ihr größtes kulinarische Erlebnis? 
Norman Pontzen (lächelt): Einmal im Jahr, zu unserem Hochzeitstag, verwöhnt uns unser Sohn Pascal mit einem Menü auf Sterneniveau. Das ist für uns sensationell.

Anmerkung der Redaktion: Pascal Pontzen gehört zu den besten Nachwuchsköchen in Deutschland.

Maja Linde, Kinoexpertin

Maja Linde liebt das Kino. Und für die Leserinnen und Leser dieser Zeitung kann die Bad Berleburgerin jetzt ihre Leidenschaft als Tippgeberin ausleben. Zweimal im Monat schreibt die 24-Jährige den Wittgensteiner Kinotipp. Sie nimmt dafür aktuelle Blockbuster unter die Lupe oder legt uns mit Leidenschaft vor allem auch künstlerisch wertvolle Streifen aus unterschiedlichsten Genres ans Herz.

Schon von klein auf hat die in Weidenhausen aufgewachsene Linde Lust aufs Kino: „Ich war elf Jahre alt und wollte so gerne Twilight sehen. Aber der war erst frei ab zwölf. Meine Mutter hat dann im Kino angerufen und gefragt, ob es okay ist. Und dann durfte ich mir die ganze Twilight-Trilogie ansehen“, berichtet sie über eine erste große Erfahrung mit dem Kino. Nach dem Abitur am Gymnasium Schloss Wittgenstein absolvierte die Bad Berleburgerin zunächst eine Ausbildung zur Industriekauffrau bei Ejot, wo sie weiterhin in Teilzeit arbeitet, denn die 24-Jährige studiert jetzt „Interculural Communication and Business“ an der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Bei einem Auslandssemester in Irland mit dem Schwerpunkt Media Studies hat sie sich intensiv mit dem irischen und dem weltweiten Kino auseinandergesetzt. Sie konnte ihre Liebe zum Film mit dem Studium verbinden.

Dadurch hat sich Maja Lindes Blick auf die Leinwand aber auch verändert: „Tatsächlich versuche ich etwas zu finden, was ich kritisieren könnte, was vielleicht falsch gemacht wurde. Ich will aber auch das Schöne sehen.“

Für den Wittgensteiner Filmtipp schaut sich die Bad Berleburgerin in Absprache mit dem Kinobetreiber Kai Winterhoff neue Filme zu den regulären Zeiten im Capitol in Bad Berleburg oder dem Bad Laaspher Residenzkino an. Wichtig ist, dass der Film noch ausreichend lange in den beiden Wittgensteiner Kinos läuft. Neben dem Genre und der Geschichte ist ihr auch wichtig, für welches Publikum ein Film besonders geeignet ist. Natürlich sind die Blockbuster dabei ohnehin in aller Munde, sodass sich die Bad Berleburgerin auch gerne mal einen „Arthouse“-Film anschaut. „Über die künstlerischen Filme lässt sich einfach auch viel mehr sagen.“ Damit sie ihre eigene Sicht auch immer wieder auf den Prüfstand stellen kann, sucht sie Feedback: „Eine zweite Meinung von Freunden ist mir wichtig.“

Lindes Fazit fällt ganz eindeutig aus: „Wir sollten alle öfter ins Kino gehen! Ich möchte die Menschen von Siegen-Wittgenstein durch persönliche Filmempfehlungen und Kritiken für interessante Filme begeistern und dazu ermutigen, das Kino als bereicherndes kulturelles Erlebnis zu entdecken.“ Im Gespräch mit dieser Redaktion hat uns Maja Linde auch verraten, welches ihr Lieblingsfilm ist. Und das gruselt schon ein bisschen: „5 Zimmer, Küche, Sarg“ von 2014 ist eine Horrorkomödie, über eine Wohngemeinschaft, in der mehrere männliche Vampire unterschiedlichen Alters zusammenleben. Aber keine Angst, der Streifen ist frei ab 12. Und so ein bisschen schließt sich da ja auch der Kreis zu den Vampiren aus den Twilight-Filmen.

Wir sollten alle öfter ins Kino gehen! Ich möchte die Menschen von Siegen-Wittgenstein durch persönliche Filmempfehlungen und Kritiken für interessante Filme begeistern und dazu ermutigen, das Kino als bereicherndes kulturelles Erlebnis zu entdecken.

Maja Linde,
unsere lokale Filmexpertin

Zeitungsartikel aus der Westfalenpost vom 5. März 2024 von Lars-Peter Dickel.

Capitol Aussenansicht

Bad Berleburg hat endlich wieder ein Kino. Das neue Capitol macht Kino mit Restaurant und Hotel unter einem Dach zum echten Event.

Es riecht wieder nach Popcorn im Capitol in Bad Berleburg. Nach vier Jahren Wartezeit hat am Freitagabend die dritte Komponente des neuen Capitols eröffnet: Neben Restaurant und Hotel ist nun auch das Kino fertiggestellt. „Modern und anders“ war das Konzept, so Investor Christian Kocherscheidt. Dennoch sind Teile des alten Grundrisses im Kino wiederzuerkennen.

„Vier Jahre wurde geplant, konzipiert, überwacht und begleitet“, sagte Kocherscheidt bis nun die dritte und damit letzte Komponente des neuen Capitols feierlich eröffnet wurde. Aber der Investor gab offen zu: „Von Kino haben wir so viel Ahnung wie die Kuh vom Sonntag. Wir gehen gerne hin, aber konnten uns nicht vorstellen, was dahintersteckt.“ Deswegen holte er sich Verstärkung: Architektin Monika Weber-Pahl, Kinobetreiber Kai Winterhoff, der auch das Bad Laaspher Residenztheater betreibt, und Carolin Lünser als Direktorin des neuen Capitols, die auch durch den Eröffnungsabend führte.

Kino soll im neuen Capitol zum Event werden

Eine Frage stellte sich aber doch: „Wer geht noch ins Kino? Das kann man alles zu Hause sehen“, fragte Kocherscheidt und lieferte sogleich die Antwort: „Ja, kann man. Aber das ist kein Event.“ Und der Besuch im neuen Capitol soll ein Ereignis werden. „Hier ist eine tolle Location entstanden und ich hoffe, sie wird eine Bereicherung für Berleburg und Wittgenstein. Dafür meine Bitte: Nehmen Sie es an.“ Unter dem Dach des neuen Capitols gibt es nun Restaurant, Hotel und Kino. „Das alles kann man auch gut kombinieren. So geht das Kinoerlebnis auch auf den Zimmern“, erklärte Kocherscheidt, denn von dort können die Kinofilme ebenfalls über den Fernseher geschaut werden.

Drei Säle gibt es im neuen Kino – das Wohnzimmer, die Bibliothek und das Theater. Im großen Saal, dem Theater, sind die Kinosessel wieder rot geworden – so wie es früher schon war. Bisher steht nur die Hälfte der Bestuhlung, die restliche sollen bis Mitte Dezember geliefert werden. Der erste Film, der im neuen Capitol gezeigt wird, ist ein Zeitraffer des Kinoumbaus. Mit den Worten „Film ab“ gab Carolin Lünser den Startschuss für das neue Kino.

Ein Rückblick in die Geschichte des Berleburger Kinos

Architektin Monika Weber-Pahl nahm die Gäste an diesem Abend mit auf eine Zeitreise zu den Anfängen des Kinos und der Familie Tondok-Womelsdorf, die bereits 1935 ein Schauspielhaus in Bad Berleburg führten. „Vor 70 Jahren wurde das Capitol im Herrengarten eröffnet“, erklärte Weber-Pahl. 1988 übernahm Bernd Womelsdorf die Leitung von seiner Mutter Ilse Womelsdorf. „Ich möchte vor dem Lebenswerk der Familie Womelsdorf meinen Hut ziehen“, sagte Weber-Pahl und bekam dafür Applaus von den Gästen. Mit dem aktuellen Umbau hat wieder eine Bühne in den großen Kinosaal Einzug gehalten. „Die vorderen Sitzreihen können abgebaut und unter der Bühne verstaut werden, so hat man eine größere Fläche für Schauspiele“, erklärte die Architektin. „Für Feiern und Bewirtung gibt es eine Tapetenwand zur angrenzenden Küche.“

Mit der Bühne im neuen Capitol gibt es in Berleburg einen weiteren Veranstaltungsort für Kultur

Zur Eröffnung des „neuen alten Kinos“ gratulierte auch Bürgermeister Bernd Fuhrmann. Restaurant, Hotel und Kino sind ein stimmiger Dreiteiler, so Fuhrmann. Und er wisse, dass ein Kino in einer Kleinstadt alles andere als selbstverständlich sei: „Ich wünsche mir, dass das Projekt eine unendliche Geschichte wird.“ Andreas Wolf, Vorsitzender der Kulturgemeinde, freute sich besonders über Bühne mit professioneller Licht- und Bühnentechnik. „Das ist eine enorme Bereicherung für eine Kleinstadt wie Bad Berleburg“, sagte Wolf. „Neben dem Bürgerhaus am Markt – mit dem großen Saal – gibt es jetzt ein paar Schritte entfernt einen kleinen Ableger.“

Ab sofort laufen aktuelle Blockbuster im neuen Capitol

Genutzt wurde die Bühne am Eröffnungsabend von Olena und Vitalli Bondar, einer ukrainischen Band, die für musikalische Unterhaltung sorgten. Außerdem gab es Essen aus dem Restaurant und – wie sollte es im Kino anders sein – einen Film: „Loriots große Trickfilmrevue“. „Ein Zusammenschnitt von Loriots Trickfilmen, der im April dieses Jahr veröffentlicht wurde. Denn in diesem Jahr wäre Loriot 100 Jahre alt geworden“, sagte Kinoleiter Kai Winterhoff. Ab sofort laufen aktuelle Blockbuster auf der großen Leinwand wie „Tribute von Panem: The Ballad of Songbirds and Snakes“, „Ein ganzes Leben“ und „Sound of Freedom“. Dann wird es wieder jeden Abend nach Popcorn riechen – das gab es nämlich nicht nur während der Eröffnungsfeier.

Zeitungsartikel aus der Westfalenpost vom 2. Dezember 2023 von Annelie Manche.

Aussenansicht auf das Restaurant neuen CAPITOLS mit Gästen

Bad Berleburg. Es wird gebohrt, gehämmert und gestrichen – gleichzeitig werden seit März bereits die ersten Gäste im Restaurant bewirtet. Die Rede ist vom „neuen Capitol“ – dem Ort, wo künftig Hotel, Kino und Gastronomie unter einem Dach zuhause sein werden. Während das Restaurant rund um Küchenchef Norman Potzen und Serviceleiterin Isabell Pontzen am 4. März eröffnete, steht bereits in wenigen Wochen die nächste feierliche Eröffnung an: Am 28. August werden im neuen Hotel die ersten Gäste empfangen. Die Arbeiten hierfür laufen auf Hochtouren – und sorgten nicht zuletzt für schlaflose Nächte, wie Carolin Lünser, Direktorin des Hauses auf Nachfrage der Redaktion mitteilte. Der Grund: „Wir warten derzeit leider noch auf das Internet“, so Lünser. Bei Bauarbeiten wurde die Leitung zerstört und muss nun erneuert werden. „Hier wird derzeit aber mit Hochdruck dran gearbeitet, immerhin haben wir uns die Digitalisierung auf die Fahne geschrieben“, sagt die Direktorin. „Das funktioniert natürlich nur, wenn auch die entsprechende Infrastruktur zur Verfügung steht.“ Und Stichwort Digitalisierung: Das neue Capitol wird künftig mit einer eigenen Software aufwarten, Info-Stelen werden angebracht, Tickets und Zimmerreservierungen werden künftig online getätigt und vieles mehr. Zudem werden die zehn Zimmer und zwei Suiten im
Dachstuhl des Gebäudes mit Beamern und sämtlichen Streaming-Diensten ausgestattet sein – „hier können Gäste auch ihr ganz persönliches Kino haben“, so Lünser. Damit bis zum 28. August alles fertig ist, wird derzeit fleißig an mehreren Stellen parallel gearbeitet. „Wir sind derzeit dabei die letzten Arbeiten in den Hotelzimmern vorzunehmen“, sagt sie. Was anderes bleibe dem Team derzeit auch gar nicht übrig, denn das Datum der Eröffnung kann nicht mehr verschoben werden. Denn: In der besagten August-Woche findet eine Veranstaltung von Ejot in Bad Berleburg statt, bei der die Betten fest eingeplant seien. „Danach kann jeder, der möchte, die Zimmer buchen“, so Lünser. Und die ersten Anfragen hierzu kamen bereits. „Das freut uns natürlich sehr und zeigt, dass wir mit unserem Konzept – hier einen Erlebnis-Ort zu schaffen, richtig liegen.“ Während sich die Arbeiten in den Zimmern auf der Zielgeraden befinden, gehen sie auch im Kino parallel weiter.

Das Kino
Und sie ist wohl eine der meistgestellten Fragen, die die Direktorin des Hauses derzeit bekommt: Wann eröffnet das Kino? „Das wird noch ein paar Wochen dauern“, so Lünser. „Aktuell planen wir hier eine Eröffnung im Oktober.“ Immerhin gab es viel dort moderne Technik, die verbaut wurde. Insgesamt wird es – wie früher auch – drei Kinosäle geben. Mit einer Besonderheit: Der große Saal erhält zusätzlich eine große Bühne. „So können dort auch Veranstaltungen wie Theateraufführungen, Poetry Slam oder Konzerte stattfinden“, freut sich Lünser schon jetzt auf den Start. Für das Kino-Programm wird Kai Winterhoff, Inhaber des Residenz-Kinos in Bad Laasphe, zuständig sein. In wenigen Monaten werden also auch in Bad Berleburg wieder einige Filme auf der großen Leinwand zu sehen sein. Der letzte Kinofilm lieft dort vor drei Jahren, bevor Bernd Womelsdorf das Capitol Kino-Center im Januar 2020 aus gesundheitlichen Gründen schließen musste. Im April 2020 hatte es die HCK GmbH & Co. KG mit Christian und Kathrin Kocherscheidt dann erworben.

Das Restaurant
Seitdem hat sich einiges getan: Seit dem 4. März ist das Restaurant im neuen Bad Berleburger Capitol eröffnet – und wurde kurz nach Pfingsten durch die Außengastronomie erweitert. Seitdem sind die Tische dort sehr begehrt. „Wir bekommen sehr viel Zuspruch von unseren Gästen. Zudem wird unser Außenbereich bald sicher noch attraktiver“, so Lünser, die damit auf den Vorplatz zu sprechen kommt, um dessen Gestaltung sich die Stadt Bad Berleburg kümmere.

Der Vorplatz
Unter anderem soll dort als zentrales Element eine Skulptur entstehen, die durch einen kreisrunden Sitzring umgeben ist. Der Abstimmungsprozess zur Skulptur aber laufe derzeit noch, so der Dezernent und Fachbereichsleiter Planen, Bauen, Wohnen, Christoph Koch. „Nach Klärung der noch offenen finanziellen Fragen werden wir das Thema den zuständigen politischen Gremien wieder vorlegen.“ Was den Sitzring betrifft, so solle auf diesem eine Gruppe von bis zu 28 Schülern Platz finden können, so Michael Birkelbach, Abteilungsleiter Infrastruktur und Erholung bei der Stadt Bad Berleburg. „Der Sitzkreis integriert sich in die bestehende Pflasterung des Platzes – das bisher verwendete Kopfsteinpflaster wird dazu gereinigt und im Sinne der Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt Bad Berleburg wiederverwendet.“ Was die Maße betrifft, so soll der Sitzring über eine 1,5 Meter breite Öffnung verfügen und „dadurch auch barrierefrei sein“. Und: „In den Boden eingelassene Strahler sollen die Skulptur künftig dezent anstrahlen. Zusätzlich sollen auf der Platzfläche mobiles Grün und Entsorgungsmöglichkeiten aufgestellt werden.“, so Birkelbach. Spätestens in zwei Wochen sollen die Arbeiten mit „der Ausschachtung sowie der Herstellung des Betonfundaments starten“. Ende September soll der Platz fertiggestellt sein.

Zeitungsartikel aus der Westfalenpost vom 25. Juli 2023 von Ramona Richter.

Das neue CAPITOL von aussen während des Baus

Bad Berleburg. Die Erfolgsgeschichte hat ihr nächstes Kapitel geschrieben: „Das neue Capitol“ in Bad Berleburg ist am Wochenende mit dem ersten seiner insgesamt drei Eckpfeiler an den Start gegangen. Das Restaurant im Herrengarten steht Besucherinnen und Besuchern ab sofort offen. Eigentümer Christian Kocherscheidt und Projektleiterin Carolin Lünser feierten die Eröffnung mit den am Bau beteiligten Unternehmen, Nachbarn und Unterstützern. Seit Samstag läuft der reguläre Restaurant-Betrieb. „Dieses Projekt soll zu einem außergewöhnlichen Ort werden“, sagte Projektleiterin Carolin Lünser. Die Voraussetzungen dafür sind ideal. Denn: Die Kombination aus Kino, Hotel und Restaurant ist bundesweit einmalig. Ab Spätsommer sollen im Capitol auch Übernachtungen möglich sein und die ersten Filme über die Leinwand laufen, verriet Christian Kocherscheidt im SZ-Gespräch. Der Ejot- Geschäftsführer ist zusammen mit seiner Schwester Kathrin Eigentümer der Immobilie. Die Besucherinnen und Besucher am Eröffnungswochenende waren begeistert. Herzstück des Kino-Hotels ist der großzügige Theken- und Empfangsbereich. Von hier aus werden alle Bausteine des Capitols bedient – vom Getränkewunsch über die Kinokarte bis zur Zimmerreservierung im Hotel. Das Restaurant ist mit seiner großen Glasfassade ein echter Hingucker, im Sommer soll noch ein großer Biergarten im Außenbereich hinzukommen. Langfristig soll „Das neue Capitol“ an sieben Tagen in der Woche täglich ab 17.30 Uhr öffnen, samstags und sonntags bereits ab Mittag. Christian Kocherscheidt gab die Marschroute für die kommenden Wochen und Monate vor: „Nächste Woche beginnen die Arbeiten am zweiten und dritten Bauabschnitt.“ Das Hotel werde sicherlich noch etwas eher fertig als das Kino. „Wir haben die große Hoffnung, dass die Berleburger und Wittgensteiner dieses Angebot annehmen.“ Der Ideengeber verriet, dass es die ersten Überlegungen im Jahr 2019 gegeben habe, dem Kino neues Leben einzuhauchen. Als Arbeitgeber mache man sich schon seine Gedanken darüber, wie man den Wohnort für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter noch attraktiver gestalten könne. „Wir wollten die Stärke des Kinos nutzen und mit dem Umfeld ein Event daraus machen. Ein Ort, an dem man mit Freunden und Familie einen schönen Abend verbringen kann.“ Der Ejot-Geschäftsführer räumte durchaus ein, dass dieser Schritt keine Entscheidung von jetzt auf gleich gewesen sei. Allerdings: „Das größere Risiko ist bekanntermaßen die Angst vor dem Risiko.“ Sein Dank ging an alle Mitstreiterinnen und Mitstreiter, die das Projekt forciert und unterstützt hätten. Beispielsweise die Nachbarn, die große Freude vermittelten, dass im Bad Berleburger Kern wieder etwas passiere. Für Bad Berleburgs Bürgermeister Bernd Fuhrmann stand fest, „dass es schon nach spannenden und unterhaltsamen Filmabenden riecht“. Und weiter: „Was hier entstanden ist, das ist schon besonders.“ Das Capitol zeige, wie eng die städtische Nachhaltigkeitsstrategie mit solch tollen Projekten verknüpft sei. „Das neue Capitol“ sei schon jetzt ein wichtiger Kommunikationspunkt, unterstrich Bernd Fuhrmann, und werde in Zukunft ein ganz wichtiger Standort für die Kultur in der Stadt. Für Standortsicherung und -entwicklung in Bad Berleburg stehe ein großes Netzwerk aus Vereinen, Unternehmen, Initiativen und Kommune.

Zeitungsartikel aus der Siegener Zeitung vom 6. März 2023 von Martin Völkel.

Bad Berleburg. Die Vorfreude steigt – und die Arbeiten im neuen Capitol laufen auf Hochtouren. Der Boden im Gastraum des Restaurants ist frisch verlegt, die ersten Getränke sind bereits hinter der Theke verstaut und aus der Küche strömt ein Geruch von frischen Kräutern, Gemüse und weiteren Düften, die Appetit auf mehr machen. Am 4. März wird das Restaurant im neuen Capitol im Rahmen eines Soft-Openings eröffnet. Doch schon jetzt hat das Küchen- und Serviceteam alle Hände voll zu tun. So werden unter anderem Fonds vorbereitet und eingekocht oder der Lachs gebeizt, kalt geräuchert und einvakuumiert. „All das, was lange Zeit braucht und schon jetzt vorbereitet werden kann, bereiten wir vor“, sagt Norman Pontzen. Der 47- Jährige ist Küchenchef im neuen Capitol. Gemeinsam mit seiner Frau Isabell, Serviceleiterin, konnte er für das Restaurant gefunden werden. Schon vor dem Start haben sie uns einen exklusiven Einblick in die Küche – und in die Speisekarte – gewährt. Insgesamt 16 Gerichte finden sich auf der aktuellen Frühlings-Speisekarte – eingeteilt in Einspieler, Vorfilm, Hauptfilm und Abspann. „Wir wollten auch hier den Bezug zum Kino herstellen – das Konzept vom neuen Capitol findet sich im Haus überall wieder“, sagt Pontzen mit einem Lächeln. Er selbst beschreibt seine Küche als gutbürgerlich mit gehobenem Niveau. „Aber es wird auch Schnitzel geben – sowie den klassischen Sonntagsbraten“, so der Küchenchef und präsentiert die aktuelle Karte. Denn: „Bei uns kommen vorzugsweise saisonale Produkte auf den Tisch.“ Unter anderem wird es eine „Capitol Bowl“ mit Salaten, Couscous, Hummus, Lachsfilet und Croûtons, einen „Blockbuster Burger“ mit Wagyu Beef, Cheddar, Speck und BBQ-Sauce – sowie Kartoffelstäbe mit Trüffeldip oder ein Käsebrett von heimischem Ziegenkäse und französischen Spezialitäten geben. Aber auch Veganer kommen auf ihre Kosten und haben einige Gerichte zur Auswahl. „Es gibt veganen Rahm, der genauso gut schmeckt wie der aus Kuhmilch“, so Pontzen. Ebenso wird es eine Karte für Kinder und Senioren geben. „Ich habe bewusst auf die klassischen Chicken-Nuggets verzichtet und werde einige Gerichte aus der Speisekarte in kleinerer Form zum günstigeren Preis anbieten.“ Und die Speisen gibt es bereits am Eröffnungstag – à la carte. „Wir starten direkt durch“, freut sich der Küchenmeister, dem vor allem eines sehr wichtig ist: frische und regionale Zutaten. „Wir versuchen so viel wie möglich hier aus der Region zu beziehen. Aber das ist natürlich nicht bei allen Zutaten möglich.“ Gelernt hat der Koch (gebürtig aus
Calbe) seinen Beruf im Harz, wo er zunächst in Hüttenrode aufgewachsen ist. „Meine Eltern hatten ein Hotel und so auch ein Restaurant. Ich stand schon in der Küche, da kam ich noch nicht einmal an den Herd“, sagt er und lacht. „Nach der Wende zogen wir nach Braunlage.“ Und in Braunlage machte er später seine Ausbildung, bevor es für den Meister nach Hannover ging. Kochen, so Pontzen, war und ist seine Leidenschaft.

Entscheidung schnell getroffen

Vor gut 20 Jahren zog es Norman Pontzen und seine Frau Isabell dann nach Winterberg – bis vor gut einem Jahr waren sie dort bei dem gleichen Arbeitgeber angestellt. Dann stand die Familie vor einer Entscheidung: Wohin? „Ich hatte direkt einige gute Angebote in Aussicht und wir waren schon fast dabei, uns für das Angebot in Arnsberg zu entscheiden, als plötzlich das Telefon klingelte.“ Ein Mitarbeiter der Brauerei Krombacher sagte, eine Frau Lünser wolle mit ihm sprechen. „Sie erklärte uns das Konzept des neuen Capitols und dass wir uns in der Küche frei entfalten können.“ Es folgten ein Videocall und ein Termin vor Ort – und dann dauerte es auch gar nicht mehr lange, bis die Entscheidung für das neue Capitol fiel. „Das hier ist noch einmal eine ganz andere Hausnummer“, freut sich der Küchenchef. Und nicht nur das neue Restaurant bringt ihn zum Strahlen – auch sein Team. „Unser Team ist für mich meine zweite Familie“, sagt er. Schon in Winterberg haben sie zusammengearbeitet. „Als ich bei meinem alten Arbeitgeber aufhörte, sagten sie zu mir, dass sie mit uns mitkommen, sobald wir etwas Neues haben.“ Und so kam es auch: Heute arbeitet das Team gemeinsam im neuen Restaurant im Bad Berleburger Herrengarten. „Das ist nicht selbstverständlich und bedeutet mir und meiner Frau sehr viel.“ Und viel bedeutet dem Team auch ein hervorragender Start des Restaurants am 4. März. Um 17.30 Uhr geht es los. „Es ist nicht die erste Neueröffnung, die ich miterlebe. Aber natürlich bin ich aufgeregt. Das gehört dazu. Ohne Aufregung funktioniert es nicht.“ Ein Gefühl, das auch die Direktorin des neuen Capitols nur zu gut kennt. „Ich konnte in den vergangenen Tagen kaum schlafen“, sagt sie. „Es ist noch einiges zu tun, aber ich freue mich wenn es losgeht.“ Bis zu 70 Gäste finden im Restaurant auf zwei Etagen künftig Platz. „Die Bar ist das Herzstück des neuen Capitols – Hotelbuchungen, Tickets, Getränke laufen alles über die Theke“, so Lünser. Denn: Eine richtige Rezeption wird es nicht geben. Stattdessen wird vieles digital ablaufen. „Aktuell aber befinden wir uns noch im Bau und haben derzeit noch ein wenig Probleme mit dem Wlan“, so Lünser. Daher laufen die Reservierungen für das Restaurant noch über Mail an info@capitol-blb.de oder übers Telefon (0151-52992908). Da aktuell an allen Stellen eifrig gebaut wird, ist das Restaurant vorerst auch erstmal nur abends ab 17.30 Uhr geöffnet – mit open End. Lediglich die Küche hat eine Endzeit – um 21 Uhr. „Wenn aber ein Gast um 21.10 Uhr kommt und noch Hunger hat, bekommt er natürlich noch etwas“, so Pontzen. „Es gibt nichts Schlimmeres als hungrig ins Bett zu gehen.“ Und auch nach den Filmvorstellungen, Konzerten und anderen Veranstaltungen wird es künftig auch nach 21 Uhr noch kleinere Snacks im Restaurant geben. Und: „Es wird draußen noch ein Biergarten mit rund 40 Sitzplätzen entstehen.“ Übrigens: Veranstaltungen sind nicht nur in den Kinosälen geplant – Krimidinner, Karaoke, Feiern werden künftig auch im Restaurant möglich sein. „Das neue Capitol soll ein Ort für Kunst, Kultur und Genuss sein – ein Ort für die schönen Dinge im Leben“, freut sich Carolin Lünser.

 

Zeitungsartikel aus der Westfalenpost vom 24. Februar 2023 von Ramona Richter.